01. Markus TRAFELLA. Handwerks-Bäckerei Trafella. Öblarn

Wo Brot-Backen als HANDwerk hochgehalten wird

„Endlich wieder ein Brot wie früher: Das ist ein schönes Kompliment, das ich immer wieder höre!“ Markus Trafella, Bäcker & Konditor in Öblarn & bald auch in Irdning

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Markus Trafella kennt die Bäcker-Branche aus verschiedenen Perspektiven. „Ich war lange in einer Führungsposition in der innovativen Bäckerei Auer in Graz und habe dann sozusagen die Seiten gewechselt und war fast zehn Jahre im Außendienst für die Zulieferindustrie tätig: Dabei hatte ich österreichweit sowohl mit Kleinbäckereien als auch mit den ganz großen Industriebäckereien zu tun. Jetzt bin ich in Öblarn und bald auch in Irdning angekommen: In meiner eigenen Handwerks-Bäckerei!“ Die Branchenerfahrung ist bei dieser Betriebsnachfolge also nie eine Frage gewesen. Gemeinsam mit seiner Frau Birgit verfolgt Markus Trafella eine klare Positionierung: „Wir arbeiten mit hoher Qualität, möglichst mit regionalen Rohstoffen und bieten Produkte, die die erforderliche Zeit bekommen haben, um ihren vollen Geschmack zu entfalten.“

Was braucht es, um als regionaler Bäcker ein gutes Geschäft zu führen?

Markus Trafella: „Im Kern braucht es Produkte, die dem Bäcker-Handwerk gerecht werden: Wir streben danach, so zu backen und zu produzieren, dass jeder Kunde den Unterschied schmecken kann und sich vielleicht erinnert fühlt, wie Gebäck früher überall geschmeckt hat. Dafür braucht es auf der einen Seite Zeit in der Produktion und auf der anderen Seite ein Gespür im Geschäft, welche Rohstoffe von uns wie veredelt werden können, damit sie gut in die Zeit passen. Dafür halten meine Frau und ich immer wieder Augen und Ohren offen und hören unseren Kund:innen beim Einkauf ganz genau zu.

Als zweiten Aspekt profitiere ich nun sehr von meiner Erfahrung im Außendienst: Ich habe viel gesehen und weiß, wie man Kontakte aufbauen muss und gut pflegen kann. Da hilft es, wenn die Kundschaft gut durchgemischt ist: Wir haben viele Kund:innen hier im Geschäft und in den vielen Ortschaften rundherum, für die wir ein zuverlässiger Nahversorger sind. Und die freuen sich mit uns mit, dass wir auch ein paar namhafte regional bekannte Kunden haben, die bei uns kaufen.“

Ein Tipp rund um die Betriebsnachfolge
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Woran erkenne ich die Qualität Ihres Gebäcks?

Markus Trafella: „Zum Beispiel bei meinem Lieblingsprodukt, dem Roggenbrot ist das ganz einfach: An der röschen Kruste! Und wenn die auch nach ein wenig Zeit noch knusprig ist, dann ist es eben eines unserer Brote, die wir aus Natursauerteig machen und ausschließlich auf der Platte backen. Oder Sie finden bei uns Gebäck, dass Sie vielleicht gar nicht kennen, weil es nur mehr selten gemacht wird wie zum Beispiel Spaghatkrafpen, Zuckerzwieback oder Anisbögen.

Besonders freuen wir uns über die Eröffnung unserer ersten Filiale in Irdning am 17. Oktober 2022: Weil wir für diesen Anlasse etwas ganz Neues ausprobieren, nämlich das Zirbenbrot, den Zirbengugelhupf oder ein Apfel-Zirben-Früchtebrot. Und im Herbst kommt auch das einzige Brot, das aus regionalem Getreide gemacht wird; dafür haben wir uns alle verfügbaren Rohstoffe sichern können.“

Was ist der Grund für die Nominierung? Einfallsreiche Handwerker, die schnell zum regionalen Nahversorger wurden

Die Zukunft der Branche liegt auch bei den Bäckereien in den Händen engagierter Betriebe, die am Puls der Zeit bleiben und in nächste Schritte investieren. „Die Familie Trafella hat mit viel Schwung innerhalb von nur einem Jahr aus einem Standort zwei gemacht. Sie setzen sich mit sehr viel Verbundenheit für die regionale Versorgung ein. Und bringen dabei die innovative Entschlossenheit mit, Neuerungen einzuführen, um für die Zukunft gut aufgestellt zu sein!“ schildert Christian Hollinger, Leiter der WKO Regionalstelle Ennstal/Salzkammergut ein paar gute Gründe für die Nominierung.


Fotoquelle: Handwerks-Bäckerei Trafella 2022.