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11. Sigrid STRAßEGGER. Äpfel in Form. Eggersdorf

Heimkommen, um die Welt zu erobern

„Ich darf jetzt in die Welt tragen, was meine Mutter in den letzten Jahren erfunden und entwickelt hat: Das ist eine wirklich spannende Herausforderung.“ Sigrid Straßegger, Äpfel in Form in Eggersdorf

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Ursprünglich wollte Sigrid Straßegger ihren Weg in der Pferdewelt finden: „Im Nachhinein weiß ich, dass das Heimkommen mich viel weiter in die Welt hinausbringen wird: Weil das Produkt des Herzapfels etwas Einzigartiges ist, für das ich jetzt verantwortlich sein darf. Und es fühlt sich sehr schön an, dass meine Mutter und ich jetzt eine gesunde Aufteilung der Aufgaben gefunden haben.“ Die ersten besonderen Apfelwege führten vor 17 Jahren zum Lasern, womit Äpfel als Marketingmittel eingesetzt werden können (versehen mit Logo oder beliebigem Schriftzug). Der Erfolg führte dazu, dass alle Mitbewerber mittlerweile erkennen mussten, dass Familie Straßegger ein innovatives Konzept gefunden hat, das höchste Qualität sicherstellt, die bis jetzt keiner wirklich kopieren konnte.

Was war der Weg bis zum weltweiten Patent für den Herzapfel?

Sigrid Straßegger: „Jedenfalls einer über mehrere Jahre: Von der ersten Idee 2017 bis jetzt haben wir die Form immer wieder weiterentwickelt, Produzenten recherchiert, Forschungen betrieben – wussten Sie zum Beispiel, dass ein Apfel mit über 5 bar Druck wächst? Und dann kommt noch die natürliche Wartezeit dazu: Wir können ja immer nur in einem Jahreskreislauf die Entwicklung erproben und müssen bis in den Herbst warten, ob die Äpfel in der Form so wachsen, wie wir uns das vorstellen. Und heuer ist es so weit: Wir haben die volle Ernte eingefahren und können jetzt wirklich in die Serienproduktion der Formen und der Äpfel gehen.“

Ein Tipp rund um die Betriebsnachfolge
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Und wie geht es jetzt weiter mit dem Herzapfel?

Sigrid Straßegger: „Die heurige Saison ist die erste, in der wir wirklich eine ordentliche Ernte haben. Parallel dazu haben wir bereits im Frühjahr damit begonnen, weltweit Apfelplantagen zu kontaktieren, um sie für die Produktion des Herzapfels zu gewinnen. Wir wollen nämlich nicht nur die Äpfel verkaufen, sondern auch das Know-how, das in den Formen steckt. Wobei wir dabei schon seit langem sehr gut mit den Profis der Agentur rund um Clemens Bèzard zusammenarbeiten: Sie unterstützen uns im Vertrieb – sonst wäre dieser Erfolg nicht möglich.

Und ich bin mir sicher, wenn wir in ein paar Jahren dieses Geschäft gut stabilisiert haben, dann wird meiner Mutter wieder etwas Neues einfallen: Sie ist eine Daniela Düsentrieb, die immer etwas zum Tüfteln braucht …“

Was war der Grund für die Nominierung? Landwirtschaftliches Unternehmertum mitten im Marketing
Der Betrieb „Äpfel in Form“ kommt ursprünglich aus der Landwirtschaft, hat aber längst die Vermarktung der Produkte in Form eines Unternehmens in Angriff genommen. „Mutter und Tochter Straßegger sind ein derart energiereiches Duo: Da ist die weltweite Vermarktung ihres Patentes eigentlich ein „logischer“ nächster Schritt. Und der ist mehr als außergewöhnlich in dieser Branche. Ein Apfel kommt so unscheinbar als Marketing-Instrument daher, und dabei steckt so viel Innovation und Know-how in der Produktion. Und eines beeindruckt mich besonders: Rückschläge in der Entwicklung haben die beiden nur noch mehr angespornt, Lösungen zu finden!“ schildert Stefan Helmreich, Leiter der WKO Regionalstelle Graz-Umgebung ein paar Gründe für die Nominierung.

 


Fotoquelle: Äpfel in Form 2022.