10. Elmar MOCHART. Installationstechnik Mochart. Köflach

Für eine Zukunft ohne Betriebskosten

„Unsere Vision ist, dass ein Haus keine Betriebskosten mehr verursacht, sondern sich völlig eigenständig mit Energie versorgt.“ Elmar Mochart, Installationstechnik Mochart in Köflach

Kommen Sie doch auf einen Klick vorbei!

Elmar Mochert verfolgt hohe Ziele in der Energie-Versorgung von Wohnhäusern ebenso wie von Wohnanlagen oder Betriebsgebäuden. Das Firmengebäude in Köflach steht mit seiner Form eines Schiffes symbolisch dafür, täglich den Aufbruch zu neuen Ufern anzustreben: „Die Heizungs-, Installations- und Kältetechnik eröffnet so viele Möglichkeiten, um Häuser vernünftig und nachhaltig zu betreiben: Da haben wir als Betrieb jeden Tag ganz viele Möglichkeiten auf unseren Baustellen, einer energie-vernünftigen Zukunft wieder einen Schritt näher zu kommen. Und auch wenn nicht alles sofort umgesetzt wird, bereiten wir jedenfalls schon so viel wie möglich auch für spätere Erweiterungen vor.“ schildert Elmar Mochart seine Vision. Und die wurde ihm schon in die Wiege gelegt …

Innovation ist im Betrieb der Familie Mochart schon seit der Gründung im Mittelpunkt: Die Beschäftigung mit Wärmepumpen wurde vor 30 Jahren aufgenommen und immer auf dem neuesten Stand der Technik eingesetzt. „Wir haben schon so viele Erfahrungen gesammelt, dass bei kniffligen Aufgaben die besten Lösungen immer wieder im eigenen Team entstehen. Wir wachsen gern an unseren Aufgaben und mit ihnen über uns hinaus.“ Mit rund 70 Mitarbeitern ist der Betrieb in der Lage, höchste Qualität auch auf großen Baustellen sicherzustellen.

Wie wächst man in so einen großen Betrieb hinein?

Elmar Mochart: „Das kann ich gar nicht an einer Sache festmachen. Meine Eltern sind immer gern in die Firma arbeiten gegangen. Und sie sind auch glücklich wieder nach Hause gekommen. Deshalb war es für mich ganz einfach, denselben Weg zu gehen. Wenn mich meine Arbeit glücklich macht: Das ist doch das höchste Ziel. Denn so haben wir gemeinsam all unsere Kraft zur Verfügung, um die täglichen Herausforderungen des Installationsgeschäftes zu lösen.

Wobei ich die Herausforderungen hier nicht in der Umsetzung sehe: Wenn wir auf der Baustelle sind, dann ist schon alles fixiert. Wir müssen uns in der Planung fragen: Wie können wir den Kunden helfen, dass sie besser leben können? Die Konzepte müssen den Alltagsstromverbrauch mit den Anforderungen an das Raumklima unter einen Hut bringen, und dabei die vorhandenen Elemente ideal einsetzen. In dieser Aufgabe steckt schon eine ordentliche Portion Respekt und jede Menge Reiz.

Aber zurück zur Frage: Ich glaube, wir alle wachsen gemeinsam mit diesen Aufgaben mit. Der Betrieb wächst und jeder einzelne von uns wächst mit, eben genau mit den Aufgaben, die jeder verantwortet. Da ist kein Zahnrad im Getriebe wichtiger als das andere. Die Entwicklung kann nur gelingen, wenn jeder seinen Teil beiträgt. Und wir entwickeln uns jeden Tag und jedes Jahr weiter. Wachstum ist dabei dann einfach die Folge davon. Das ist ein besonderer Luxus in einem Familienbetrieb: Wir können es uns leisten, dass zu tun, wovon wir überzeugt sind!“

Ein Tipp rund um die Betriebsnachfolge
Weiter zum Tipp ...

Welche Herausforderungen haben Sie seit der Nachfolge zu bewältigen gehabt?

Elmar Mochart: „Die Nachfolge war bei uns wirklich ein sehr einfacher formaler Akt. Es hat jeder von uns Eigentümern seine Stärken: Mein Vater ist der Innovator, der gerne neue Pfade geht und dabei jeden Prozess auch im Detail optimieren möchte; meine Mutter hat eine sehr hohe Arbeitsintensität und ist damit der gemeinsame Antrieb; und ich baue die Pfade weiter aus, die mein Vater aufdeckt, und sorge dafür, dass sie stabil und sicher mit einer hohen Qualität beschritten werden. Viele fragen, ob das nicht schwer ist, mit den Eltern Tür an Tür zu arbeiten: Nein! Wieso sollte es schwer sein? Wir haben in der Familie und im ganzen Betrieb eine gute Zusammenarbeit – vielleicht, weil wir wirklich gut aufeinander schauen.

Dabei ist mir wichtig, dass dieses Aufeinander-Schauen nicht beim Lohnzettel aufhört. Zum Einen arbeiten wir gerade daran, die Vorfertigung zu verstärken, damit wir auf der Baustelle weniger auf den Knien arbeiten müssen. Ich möchte, dass unsere Lehrlinge stolz und mit breiten Schultern das Mochart-T-Shirt tragen, weil wir gemeinsam wirklich einen guten Beitrag im Wohnen leisten. Das versuchen wir auch schon Jugendlichen näher zu bringen. Wir sind gerade dabei, Mitarbeiter-Wohnungen zu bauen, weil wir überzeugt sind, dass wir wissen, was es zum guten Wohnen braucht – und das sollen die eigenen Leute auch zur Verfügung haben.“

Was war der Grund für die Nominierung? Ein Paradebeispiel, wie spannend Handwerk ist
Wenn ein so großer Betrieb von der nächsten Generation übernommen wird, dann haben sehr viele einiges sehr richtig gemacht. „Die Familie Mochart ist ein Garant dafür, in die Zukunft zu denken oder besser noch die Zukunft heute zu realisieren. Dabei sind sie nicht einfach ihrer Zeit voraus, sondern sie entwickeln Lösungen, die für uns alle in der Region – und mittlerweile natürlich auch weit darüber hinaus – einen guten Fortschritt bedeuten. Die Konzepte für ein wartungsfreies Haus oder die Contracting-Modelle, bei denen die Haustechnik nicht mehr beim Bau als Investition bezahlt wird, sondern von der Technikzentrale bis hin zur Energieabrechnung alles im Rahmen eines Servicevertrages angeboten wird, sind wegweisend. Ich kann nur den Hut ziehen vor so viel unternehmerischer Gestaltungskraft.“ schildert Gerhard Streit, Leiter der WKO Regionalstelle Voitsberg die Gründe für die Nominierung.


Fotoquelle: Mochart Installation, WKO Steiermark 2022.