09. Wolfgang KRENN. Karpfenwirt. St. Martin im Sulmtal

Wo Tradition mehr als eine Zutat ist

„Von der Pfanne bis zum Fischteich – die Küche bleibt mein Herz, aber jetzt kümmere ich mich um den ganzen Betrieb! Ich bin stolz darauf, nun den ganzen Betrieb in meinem Stil zu prägen. Es war eine feine Zeit, als wir die Verantwortung geteilt haben. Aber auch ohne meinen Bruder ist es mir wichtig, unsere Familientradition weiterzuführen.“ Wolfgang KRENN, Karpfenwirt in St. Martin/Sulmtal
Von den Großeltern gekauft, von den Eltern ausgebaut, vom Bruder spezialisiert: Jetzt ist mit Wolfgang Krenn das nächste Familienmitglied am Ruder und führt den Karpfenwirt mit Engagement und Zuversicht weiter. Bisher regierte er schon seit Jahren als leidenschaftlicher Koch, der nebenbei seine Fische für den Betrieb zur Gänze selbst züchtet und verarbeitet. Kein Wunder, denn der Mann ist ebenso Landwirt aus Leidenschaft. Jetzt schwingt er neben dem Kochlöffel auch das Ruder des gesamten Gasthauses: Von der Vorspeise bis zum Zapfhahn, alles läuft gut unter seiner Regie.
 
Welche Platzierung wir unter den 12 Nominierten erreicht haben, erfahren wir am 14. Dezember 2023 ab 15.15 Uhr.
Kommen und bleiben Bekannt ist der Karpfenwirt für seine hervorragende Küche weit über die Region hinaus: "Aus der Region und passend zur Saison: Das ist was bleibt, denn das ist das Rezept meiner Familie." freut sich Wolfgang Krenn. Sein Markenzeichen in der Küche: Alles muss passen, besonders beim Dessert. Keine Fertigprodukte, alles ist handgemacht und mit einer Prise Liebe garniert. Denn wenn das Auge mit isst, dann wird's besonders gut.

Einer besser wie der andere Wo andere Familien damit hadern, ob der Betrieb den Generationenwechsel schafft, herrscht im Karpfenwirt doppeltes Glück. "Es ist schon eine feine Sache, wenn es zwei Söhne gibt, die gleichermaßen tüchtig und engagiert sind, den aufgebauten Betrieb weiterzuführen.", sagt Karl Krenn über seine Söhne. Und damit bleibt der Karpfenwirt in der Familie, obwohl Karl junior einen anderen Weg einschlägt.
 
„Frisch gekocht, fest verankert, clever weitergedacht: Es gibt viele gute Gründe für die Nominierung!“ Michael Klein, Regionalstelle Deutschlandsberg

In diesem Betrieb spürt man die Handschrift des Kochs in jedem Teller, und das hat ihn österreichweit bekannt gemacht. Manchmal sind es nicht die revolutionären Ideen, die zählen, sondern beständiges, solides Unternehmertum, das über Generationen hinweg aufgebaut wird. Der Betrieb zeigt, wie man mit viel Herz und Kompetenz, ein erfolgreiches Unternehmen führen kann. Es ist diese authentische Qualität, die in jedem Besuch zu erleben ist.

„In der Region sticht dieses Gasthaus heraus: Es verbindet regionale Verankerung und Kulinarik auf einem Niveau, das weit über die Region hinaus bekannt ist. Dieser Betrieb ist nicht nur ein kulinarischer Geheimtipp, sondern auch ein Paradebeispiel für solides Unternehmertum und eine zukunftsfähige Nachfolgelösung!“ erklärt Michael Klein, Leiter der WKO Regionalstelle Deutschlandsberg die Gründe für die Nominierung.

Was war der auslösende Moment, in dem Sie sich für das Weiterführen entschieden haben?

Wolfgang Krenn: "Die Übernahme von meinem Bruder war ein notwendiger Schritt. Er hat mir Ende des Sommers seine Entscheidung mitgeteilt, dass er einen anderen Weg einschlagen wird. Und ich musste die Entscheidung treffen, ob ich die Verantwortung für den ganzen Betrieb neben der Küche und meiner Landwirtschaft stemmen will."

Und was hat dafür gesprochen?

Wolfgang Krenn: " Natürlich wird mir meine Zeit für die Landwirtschaft fehlen, aber das Gasthaus ist wie ein Familienmitglied. Man lässt die Familie nicht im Stich, auch wenn man dafür ein paar Kompromisse eingehen muss. Ich liebe es, im Karpfenwirt zu arbeiten, und wir sind ein wunderbar-eingespieltes Team: Da werden wir auch diese Veränderung meistern."
Welche wichtigen Schritte gab es während der Übernahme zu beachten?

Wolfgang Krenn: "Während der Verhandlungen ist Kommunikation das A und O. Klare Absprachen, was bleibt, was geht und wie es weitergeht. Das ist kein Spaziergang und auch emotional herausfordernd. Aber nur so können wir sicherstellen, dass der Betrieb seinen Charme behält. Und es galt auch, wirklich gut über die Konditionen zu verhandeln: Denn die Finanzierung darf den laufenden Betrieb nicht zu stark belasten."

Was macht Ihnen seither am meisten Freude?

Wolfgang Krenn: "Das Zusammenspiel aus Küche und Fischzucht: Wenn ich in der Früh meine Netze aus dem Teich hole und weiß, dass diese frischen Fische am Abend auf den Tellern unserer Gäste landen, dann spüre ich, dass die Arbeit Hand und Fuß hat. Klar, es ist ein Spagat zwischen Töpfen und Teichen, aber genau das macht den Reiz aus. Und wenn dann die Gäste zufrieden nach Hause gehen, weiß ich, dass sich jeder Handgriff gelohnt hat."

 
Ein Tipp rund um die Betriebsnachfolge
"Warum ist die Aktualität der Betriebsanlagengenehmigung wichtig?"

Mit der Betriebsanlagengenehmigung hat man sozusagen eine „Momentaufnahme“ zum Zeitpunkt der Bescheiderlassung über die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben z.B. aus dem Gewerberecht, dem Wasserrecht, dem ArbeitnehmerInnenschutz und anderen bundesgesetzlichen Regelungen.

Ing. Rudolf Mark, Fachgruppe der Ingenieurbüros und Experte im Follow me Netzwerk.
Was sind die nächsten Herausforderungen, die vor Ihnen liegen?

Wolfgang Krenn: "Jetzt gilt es, das Service-Team zu stärken. Ich bin zwar ein Meister am Herd und am Fischteich, aber die Büroarbeit und die Organisation sind andere Baustellen. Ich würde mir wünschen, hier eine gute Seele zu finden, die sich um die Anfragen kümmert, Menüs mit den Gästen bespricht und im Büro den Überblick behält. Jemand, der sozusagen das fehlende Puzzlestück in unserem Betrieb ist. Wenn diese Stelle ausgefüllt ist, dann läuft der Laden bestimmt gut weiter, und ich kann mich wieder voll und ganz auf meine Fische und meine Pfannen konzentrieren."
Nominiert zum Follow me Award von Michael Klein, Leiter der WKO Regionalstelle Deutschlandsberg.
Wolfgang KRENN

Karpfenwirt
Dörfla 25
8543 St. Martin/Sulmtal

T. +43 3465 23 07
E. office@karpfenwirt.at
W. www.karpfenwirt.at
FB. www.facebook.com/people/Restaurant-Karpfenwirt/

Fotoquellen: Karpfenwirt 2023.
Welche Platzierung wir unter den 12 Nominierten erreicht haben, erfahren wir am 14. Dezember 2023 ab 15.15 Uhr.