„Rustikal ist meine Welt“
Am Lokal hat er wenig verändert, und doch wirkt es, sagen die Gäste, wie ein neues. Hell, offen, mit Blick ins Grüne. Grießnockerln, Frittaten, Leberknödel: alles von Hand. Saucen werden mit Rotwein reduziert. Gemeinsam mit Fleisch, Gemüse, Knochen und Kräutern kochen die Suppen zwei Tage lang. Die Lieferanten sagen: „Du tust dir das an?“ Raphael sagt: „Ja! Was sonst?“
Wer es zu Mittag eilig hat, kann in 30 Minuten bestellt, gegessen und bezahlt haben, egal ob 20 oder 60 Gäste gerade im Lokal sitzen. Zwischen den Gängen versucht Raphael rauszukommen aus der Küche. Eine Runde gehen, kurz servieren, fragen, ob alles passt. Hauben oder Sterne interessieren ihn nicht. „Ich messe mein Restaurant an der Zahl und Stimmung meiner Stammgäste: Die testen mich jeden Tag und kommen nur wieder, wenn wir uns bewährt haben."