Im Oktober haben unzählige Stimmen uns gezeigt, wie sehr gelebte Nachfolge berührt. Das Voting ist nun abgeschlossen – und wir sagen von Herzen Danke an alle, die mitgestimmt, geteilt und uns unterstützt haben.
Jetzt freuen wir uns auf jeden Besuch und ein Gespräch darüber, wie unsere Nachfolge Sie begeistert hat:
„Gesundheit ist mehr als ein Produkt – sie beginnt, wenn wir uns zuhören.“
Wenn Eva Harnig über Das Reformhaus spricht, klingt es nach einer Einladung. Seit November 2024 hat sie den Betrieb in Deutschlandsberg zu einem Ort verwandelt, an dem sich Menschen verstanden fühlen. Zwischen den Regalen mit duftenden Tees, handgerührten Cremes und regionalen Spezialitäten entsteht etwas, das man nicht einpacken kann: Vertrauen.
Eva Harnig gibt dem Reformhaus eine neue Seele
Sie hat viele Kapitel in ihrem Berufsleben geschrieben: als Köchin, im Verkauf, in der Druckerei, als Schichtleiterin in der Autoindustrie. Doch das Kapitel, das sie jetzt schreibt, ist ihr Herzensbuch. Als langjährige Kundin wusste sie, dass dieses Reformhaus mehr ist als ein Geschäft. „Ich wollte einen Raum schaffen, in dem Menschen nicht nur kaufen, sondern spüren, dass sie gemeint sind.“
Vor der Übergabe war der Laden ein vertrauter Anker für viele – doch es war Zeit für frischen Atem, für neue Begegnungen.
„Es ist so schön, wie oft ich euch lachen höre.“ erzählt die Vermieterin der Geschäftsräume von Eva Harnig.
Die Herausforderung
Die Zahlen waren klar: hohe Ablöse, alte Einrichtung, vieles liebgewonnen und wenig dokumentiert. Gleichzeitig gab es treue Stammkund:innen mit Erwartungen an Vertrautheit und Qualität. Eva stand vor einer doppelten Aufgabe: Bewahren, was trägt, und verändern, was den Fluss bremst. Dazu kam etwas sehr Persönliches: eigene finanzielle Glaubenssätze anschauen, Verantwortung neu definieren, Schritt für Schritt Sicherheit aufbauen.
Auch organisatorisch brauchte es Klarheit: Bestände ordnen, Abläufe straffen, Sortimente prüfen, Lieferant:innenbeziehungen neu denken. Ziel war ein Geschäft, das wieder leicht atmet: übersichtlich, stimmig, mit Produkten, die zu den Fragen der Kund:innen passen. Und das alles, ohne die Seele des Reformhauses zu verlieren.
Die Chance
Eva kennt die Region und ihre Menschen – sie ist hier verwurzelt. Dieses Vertrauen war ihr größtes Startkapital. Sie sah nicht nur einen Betrieb, sondern einen Ort mit Potenzial, den Menschen noch näher zu kommen. Das wachsende Bewusstsein für gesunde Ernährung, Naturkosmetik und regionale Produkte öffnete Türen für neue Ideen.
Die Chance lag darin, Bewährtes mit einer frischen Handschrift zu verbinden: Mehr Raum für persönliche Beratung, Produkte, die aktuelle Bedürfnisse aufgreifen, und ein Team, das diesen Weg mitträgt. Für Eva ist es die Möglichkeit, ihre Erfahrung und Leidenschaft einzubringen und gleichzeitig etwas Nachhaltiges für die Gemeinschaft zu schaffen.
Diese familienEXTERNE Nachfolge lebt von viel Herzblut – und von ein paar entscheidenden Schritten, die den Erfolg ermöglicht haben.
Schlüsselfaktoren
Klare Positionierung und konsequente Werte von Anfang an
Team früh einbinden und Eigenverantwortung fördern
Kund:innenbeziehungen durch ehrliche, individuelle Beratung stärken
Der Weg: So wurde angepackt
Der Start war ein Ritual: eine Räuchersitzung, um den Raum zu klären. Danach kamen Ordnung, Struktur und liebevolles Austauschen. Das Sortiment wuchs – sanft, nicht überstürzt – um Naturkosmetik, Bio-Müsli von regionalen Anbietern. Eva arbeitete die erste Zeit Seite an Seite mit dem Vorbesitzer, bis sie sicher war, den Herzschlag des Geschäfts zu spüren. Im Team setzte sie auf Vertrauen, Freiheit und gemeinsames Lachen.
Was hat sich verändert – und warum funktioniert es?
Wer heute das Reformhaus betritt, spürt die Wärme sehr schnell. Stammkund:innen finden ihre vertrauten Produkte, doch sie erleben auch Neues: Eine persönliche Empfehlung, einen liebevoll arrangierten Thementisch, ein Gespräch, das länger dauert als der Einkauf. Und junge Menschen entdecken zwischen den bunten und duftenden Regalen ein Stück sich selbst – nicht nur wegen der Produkte, sondern weil sie hier dazu eingeladen werden, mehr zu spüren als draußen vor der Tür.
Was hast du während der Übergabe gelernt, das du anderen mitgeben möchtest?Eva Harnig:"Ich habe gelernt, dass es nicht nur um Zahlen und Verträge geht, sondern vor allem um das Hineinwachsen. Man darf sich Zeit nehmen, den Platz wirklich zu spüren, bevor man große Veränderungen macht. Und man sollte den Mut haben, auch innere Hürden – wie alte Glaubenssätze oder Ängste – anzusehen. Wenn Herz und Kopf im Gleichklang sind, fühlt sich auch die Verantwortung leicht an."Wie fühlt sich die neue Rolle für Dich an?Eva Harnig:"Es fühlt sich an, als hätte ich endlich meinen Platz gefunden. Hier kann ich all meine Erfahrungen, mein Wissen und meine Freude am Umgang mit Menschen verbinden. Es ist nicht nur Arbeit – es ist ein Stück von mir. Manchmal stehe ich im Laden, höre das Lachen meiner Mitarbeiterinnen und denke: Genau so habe ich mir das gewünscht."
Ein Tipp rund um die Betriebsnachfolge
"Wie können Nachfolger:innen die Aktualität von Betriebsanlagen überprüfen?"
Es gibt es ein paar wichtige Anhaltspunkte einer Stichprobe, die sehr hilfreich sind, sich zunächst zu orientieren. Eine Überprüfung der Betriebsanlage bis in eine Detailtiefe wird Nachfolgern schwer möglich sein. Können die folgenden Fragen beantwortet werden, ist ein erster Schritt getan …
Ing. Rudolf Mark, Fachgruppe der Ingenieurbüros und Experte im Follow me Netzwerk.
Einander auf Augenhöhe begegnen
Für Eva beginnt jede Entwicklung beim Team. „Nur wenn wir im Inneren stark sind, können wir nach außen strahlen.“ Ihre Mitarbeiterinnen erleben, dass sie als Persönlichkeiten geschätzt werden: Sie dürfen selbst entscheiden, mitgestalten und ihre Stärken einbringen. Diese Freiheit, gemeinsam Verantwortung zu tragen, schafft ein Arbeitsumfeld, das spürbar Freude macht – für alle, die hier arbeiten, und für alle, die hier einkaufen.
Der Blick nach vorne
Eva will das Reformhaus als festen Anker im Leben ihrer Kund:innen weiterentwickeln. Sie sieht den Laden als lebendigen Ort, der sich mit den Bedürfnissen der Menschen verändert – ob bei neuen Gesundheitsthemen, besonderen Ernährungsformen oder in der Art, wie man miteinander ins Gespräch kommt. Ihre größte Aufgabe: Neue Ideen und Entwicklungen einfließen lassen, ohne den persönlichen Charakter zu verlieren. „Ich möchte, dass jede und jeder hier spürt: Das ist ein Ort, an dem man gemeint ist.“
Ein Herzstück für Deutschlandsberg
Michael Fischer, Regionalstelle Deutschlandsberg hat gute Gründe für die Nominierung
Unter Eva Harnigs Leitung ist das Reformhaus zu einem Ort geworden, der weit mehr gibt als Produkte: Es schenkt Zeit, Aufmerksamkeit und echte Begegnung.
„Hier wirkt ein Team, das Freude an seiner Arbeit hat – und das spüren auch die Kund:innen. Eva Harnig hat ein Umfeld geschaffen, in dem sich ihre Mitarbeiterinnen entfalten und Entscheidungen mittragen. Hier gehen Herzlichkeit und Kompetenz Hand in Hand.“ erklärt Michael Fischer, Leiter der WKO Regionalstelle Deutschlandsberg.
Größte Veränderung: Ich habe dem Laden meinen Herzschlag gegeben – und er gibt mir jeden Tag etwas zurück.
Erster Erfolg: Wenn Kund:innen sagen, dass es hier wärmer und lebendiger geworden ist.
Nächste Challenge: Das Reformhaus soll für alle ein Ort bleiben, an dem man sich gemeint fühlt.
Fragen, die in meiner Nachfolge besonders relevant waren Jede Nachfolge ist anders – und doch gibt es Fragen, die helfen, den eigenen Weg klarer zu sehen. Diese haben mich besonders begleitet.
❓ Bin ich bereit, auch meine eigenen inneren Hürden – wie finanzielle Ängste oder alte Glaubenssätze – ehrlich anzuschauen?
❓ Wie kann ich das Vertrauen der bestehenden Kund:innen erhalten, während ich neue Zielgruppen anspreche?
❓ Was braucht mein Betrieb, um wieder „leicht zu atmen“ – mehr Struktur, neue Produkte oder veränderte Abläufe?
❓ Wie kann ich mein Team so stärken, dass es eigenständig und mit Freude Verantwortung übernimmt?
❓ Wie erkenne ich, welche Veränderungen gut tun, ohne den Charakter des Betriebs zu verlieren?
Die Nominierung bedeutet uns viel – denn sie ist viel mehr als ein Wettbewerb: Sie hat uns gezeigt, dass viele Menschen diesen Weg mit uns feiern.
Wir tragen die Auszeichnung als Nominierte mit Stolz und sehen sie als Ansporn, unseren Betrieb weiter mit Herz, Neugier und Zuversicht zu führen.
Eva HARNIG und ihre EmpfehlungFür mich beginnt Wohlfühlen oft mit einem kleinen Ritual: Wasser aufkochen, den Duft frischer Kräuter einatmen, die Tasse in beiden Händen spüren – deshalb mein Tipp: Sonnentor-Tee "Gute Laune", eine Tasse, die alle Herzen höherschlagen lässt.Zeitpunkt der Nachfolge: November 2024. Fotoquelle: Foto Strametz 2025.
Story powered by Herz, Hirn und ein bisschen künstlicher Intelligenz. Das echte Gespräch dazu führte Birgit Mayer – ohne KI, aber mit einer ordentlichen Portion einfühlsamer Neugier.