09. Georg & Franz-Josef KOLLAR. Hotel-Restaurant-Fleischmanufaktur Kollar-Göbl

Die elfte Generation gibt richtig Gas

„Ich habe in großen Häusern gesehen, wie wichtig die richtigen Abläufe in der Gastronomie sind. Durch viele Modernisierungen können mein Team und ich heute sehr entspannt auch einen großen Ansturm bewältigen. Mit meinem Bruder Franz-Josef und seiner Fleischmanufaktur spiele ich perfekt zusammen.“ Georg Kollar, Hotel-Restaurant-Fleischmanufaktur Kollar Göbl in Deutschlandsberg

Drei Brüder stellen die elfte Generation im Haus Kollar-Göbl dar. Jeder von ihnen hat seinen ganz eigenen Weg gefunden, der Tradition gerecht zu werden: Zwei von Ihnen haben je einen Teilbetrieb übernommen, der dritte arbeitet im Familien-Restaurant. „Unsere Eltern haben für die beiden Betriebe ihr Leben lang hart gearbeitet. Wir wollen nun die nächsten Schritte gehen und haben schon vieles modernisiert. Dass jeder von uns sich auf einen Teil der großen Aufgabe konzentriert, macht es uns sicherlich leichter, die Qualität weiter auszubauen.“

Familieninterne Nachfolge
12 Arbeitsplätze

Wachstum will gut organisiert sein

Georg Kollar gibt schon seit 2012 den Ton in der Küche an. Er hat nach wertvollen Lehrjahren bei der Familie Hauthaler im Laschensky Hof in Salzburg viele Eindrücke eines sehr großen Hauses mitgenommen. „Es ist wichtig, dass man als Gastwirt weiß, was man seinem Team überlassen muss. Denn man kann nicht alles selbst und schon gar nicht alleine machen. Ich achte sehr genau darauf, dass wir alle unsere Ruhezeiten haben, genug Urlaub machen und deshalb frisch und gestärkt unsere Arbeit gut erledigen können.“


 

Dauer der Übergabe Innovationen Wachstum

Und Verantwortung sauber wahrnehmen heißt in diesem Betrieb eben zum Beispiel, dass die Fleischmanufaktur von Franz-Josef Kollar mit voller Konzentration unabhängig vom Hotel-Restaurant geführt wird. „Für unsere Kunden ist und bleibt es selbstverständlich ein Haus. Aber damit wir die Produkte und die Qualität immer weiter ausbauen können, ist es wichtig, dass jeder von uns sich voll und ganz auf seine Aufgabe konzentriert. Und gleichzeitig hat die Quarantäne Zeit gezeigt, wie krisenfest eine Familie ist, wenn sie zusammenhält.“

Demnächst steht ein besonderes Jubiläum an. „225 Jahre ist unser Haus bald alt. Wir haben sehr großen Respekt vor dieser langen Geschichte und deshalb sind wir gerade dabei, die alten Dokumente als quasi „Zeitzeugen“ zu digitalisieren. Sie werden einen ganz besonderen Platz erhalten, denn unsere Wurzeln sollen uns täglich stärken.“

Grund der Nominierung: Die nächste Generation weiß genau, was sie will
Die Ideen gehen der elften Generation im Hause Kollar auch nicht aus, wenn die Rahmenbedingungen schwierig erscheinen. „In diesem Jahr sind Nachfolger besonders gefordert. Die beiden Brüder Kollar haben so tüchtig gearbeitet und beeindrucken durch ihren starken Willen und ihren Einsatz für diesen Traditionsbetrieb.“ schildert Maria Deix, Leiterin der WKO Regionalstelle Deutschlandsberg die Gründe für die Nominierung.

 


Ein Tipp rund um die Betriebsnachfolge

Ein wichtiges Thema rund um die Betriebsnachfolge ist die Vertragsgestaltung. Hier greifen Nachfolger auf die erfahrene Unterstützung von Experten zurück: „Alles, was vereinbart werden kann, kann auch schriftlich festgehalten werden.“ schildert Mag. Dagmar Gruber, Notariatskammer Steiermark ihre Erfahrungen.

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Fotoquelle: Augenblick, Herzhaft Essen 2020.