05. Simone SPITZER. Spitzer Engineering. Vorau

Danke fürs Mitfiebern!

Im Oktober haben unzählige Stimmen uns gezeigt, wie sehr gelebte Nachfolge berührt. Das Voting ist nun abgeschlossen – und wir sagen von Herzen Danke an alle, die mitgestimmt, geteilt und uns unterstützt haben.
Follow me Award

Wir haben gewonnen!

Wir sind Gesamtsieger beim Follow me Award und damit Nachfolge-Betrieb des Jahres 2025!

Ein Ingenieurbüro mit Wurzeln und Weitblick

„Technik begeistert mich. Aber die Menschen sind es, die den Unterschied machen.“ 

Dr. Simone Spitzer forscht – und führt zugleich. Seit 2024 leitet sie das Familienunternehmen Spitzer Engineering mit 100 Mitarbeiter:innen in Vorau. Verfahrenstechnik war der fachliche Startpunkt, geblieben ist die Freude am Forschen. Heute ist diese Leidenschaft Energiequelle für das ganze Unternehmen.
Vom Labor in die Geschäftsführung Simone Spitzer ist mit der Firma aufgewachsen und das Ingenieurbüro war immer Teil ihres Alltags. Vielleicht führten sie genau deshalb ihre ersten Schritte bewusst weg von zu Hause: Biotechnologie in Tulln, Verfahrenstechnik in Wien inklusive Doktorat.

Doch weil die Universität sie nicht auslastete, stieg sie parallel zur Forschung in Projekte des Vaters ein. Der Reiz lag darin, wenn Themen aus der Wissenschaft auf Fragestellungen aus der Praxis trafen. So wurde aus dem Nebenbei eine Entscheidung: Die Forschung blieb, die Geschäftsführung kam dazu. 2020 begann sie im Leitungsteam, 2024 übernahm sie die Mehrheit.
 
„Ich habe gesehen, wie Simone Schritt für Schritt hineingewachsen ist. Heute führt sie den Betrieb zielstrebig und fleißig, was mich sehr stolz macht.“ sagt Herbert Spitzer über seine Tochter.
Die Herausforderung Eine große Nachfolge fordert selbstverständlich auf vielen Ebenen, auch bei Spitzer Engineering. In der Familie mussten klare Vereinbarungen getroffen werden. Gleichzeitig galt es, im Team als junge Nachfolgerin sichtbar Verantwortung zu übernehmen. Dazu kam vorübergehend sehr schnelles Wachstum, besonders am Standort Graz, und die Aufgabe, die Grafik stärker ins Gesamtunternehmen einzubinden.

Simone Spitzer ist diese Aufgaben tatkräftig angegangen: Strukturen aufstellen, das Team stärken, Abläufe neu sortieren. Schade war nur, dass es keine große Feier zur Übergabe gab - erst Krankheit, dann fehlte der Moment. Doch für Familie Spitzer war das nie entscheidend: Show hat keinen hohen Stellenwert. Was zählt, ist gemeinsam anzupacken und Ergebnisse zu schaffen.
Die Chance Eine junge Forscherin passt mit ihrem Blick genau zu dem, was Spitzer Engineering auszeichnet: Sie sieht offene Fragen nicht als Problem, sondern als Ausgangspunkt für Neues. Die Chance liegt darin, die frischen Forscherimpulse mit gewachsener Erfahrung zu verbinden. Genau so entstehen Ideen wie eine kleine Innovationsgruppe, die Verfahrenstechnik und künstliche Intelligenz praxisnah weiterdenkt. Auch die Nachwuchsarbeit bleibt im Fokus: Neben dem Ausbau der HTL-Kooperationen und dem Girlsday sind für Simone Spitzer Workshops mit Jugendlichen zum Beispiel am 3D-Drucker nicht nur Kür, sondern selbstverständlich.
Diese familienINTERNE Nachfolge lebt von viel Herzblut – und von ein paar entscheidenden Schritten, die den Erfolg ermöglicht haben.
 

Schlüsselfaktoren

  • Schrittweises Hineinwachsen in die Geschäftsführung ab 2020
  • Geteilte Verantwortung: Strategisch, F&E, Akquisee und operative Abwicklung
  • Vater bleibt beratend im Hintergrund
  • Erfolgreiche Mitarbeiterbindung und familiäres Klima
Der Weg: So wurde angepackt
2020 stieg Simone Spitzer in die Geschäftsführung ein. Zunächst übernahm sie einzelne Projekte im Forschungsbereich, es folgten nach und nach wichtige Stationen: 2021 die Übernahme von Stangl Engineering, 2024 die Auszeichnung „Nachhaltiges Wirtschaften“ bis hin zum Innovation Award, bei dem Matura-Projekte in der Kategorie Technik als Hauptsponsor unterstützt werden und der nächstes Jahr sogar selbst ausgerichtet wird. Als sie 2024 die Mehrheit übernahm, war es der Moment, in dem Forschung und Führung, Herz und Kopf zu einer klaren Handschrift verschmolzen.

Was hat sich verändert – und warum funktioniert es?
Heute zählt Spitzer Engineering zu den größten Ingenieurbüros Österreichs. Seit der Übergabe wurden Strukturen digitalisiert, die Ausstattung erneuert und die Forschung klar gestärkt. Neue Mitarbeitende erleben eine Chefin, die sich Zeit für Gespräche nimmt, und ein Team, das von langer Erfahrung getragen wird.

Die Doppelspitze sorgt dabei für Balance: Operative Stärke aus jahrzehntelanger Praxis auf der einen Seite, strategischer Weitblick aus neugierigem Forschergeist auf der anderen. Genau diese Verbindung macht den Betrieb krisenfest - und schafft Vertrauen, dass auch die nächsten Schritte gelingen.
Was hast du während der Übergabe gelernt?
Simone Spitzer: „Ich habe gelernt, dass Verantwortung nicht auf einen Schlag kommt, sondern wachsen darf. Ein halbes Jahr Probe kann das Fundament für Jahrzehnte sein. Rückblickend war es genau richtig, Schritt für Schritt hineinzuwachsen – so konnte ich Sicherheit gewinnen und gleichzeitig meinen eigenen Stil entwickeln. Genau das gibt mir heute Sicherheit, die ich weitergeben kann.“

Wie fühlt sich die neue Rolle an?

Simone Spitzer: „Es fühlt sich an, als würde ich an einem großen Ganzen mitbauen. Nicht allein, sondern gemeinsam mit vielen klugen Köpfen. Diese Mischung aus Technik und Miteinander ist genau das, was mich erfüllt. In ruhigen Momenten wird mir klar: Genau so habe ich mir das gewünscht - ein Platz, an dem meine Forschung weitergeht und ich gleichzeitig meine Stärken, Sichtweisen und Ideen Wirklichkeit werden lasse. Es ist die Balance aus Forschen und Führen, die mich antreibt.“

 
Ein Tipp rund um die Betriebsnachfolge
"Welche steuerlichen Begünstigungen gibt es?"

Die möglichen steuerlichen Begünstigungen sind von der vorliegenden Rechtsform abhängig. Jede dieser Rechtsformen bietet unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten mit entsprechenden Vor- und Nachteilen bei der Unternehmensübergabe.

Mag. Dr. Peter Dösinger LL.M, Dr. Dösinger & Partner Steuerberatungsgesellschaft mbH und Experte im Follow me Netzwerk.
Einander auf Augenhöhe begegnen
„Innere Stärke ist die Basis. Erst daraus gelingt nach außen Großes.“ Simone Spitzer lebt diesen Grundsatz. Sie kennt alle persönlich, bleibt nah an ihrem Team und setzt auf Gespräche statt Hierarchien. Sommerfeste, gemeinsame Läufe oder ein Brandschutz-Präventionstag: Solche Momente machen spürbar, dass Höchstleistung in der Technik nie nur aus Maschinen besteht.
Der Blick nach vorne
Simone Spitzer denkt größer: Forschung soll im Unternehmen künftig eine noch klarere Rolle bekommen – mit einem Team, das systematisch neue Themen aufgreift und gemeinsam mit Kund:innen erprobt. Gleichzeitig will sie „Spitzer Grafik“ neu ausrichten, damit auch dieser Bereich seinen Platz in der Zukunft hat.

Für sie bleibt Vorau das Herzstück: Ein Ort, an dem Hightech-Arbeitsplätze bestehen und Menschen langfristig bleiben. „Wir haben immer davon profitiert, dass Mitarbeiter:innen über viele Jahre bei uns bleiben. Diese Kultur möchte ich weitertragen - und gleichzeitig neue Technologien mutig ausprobieren.“
 
Verantwortung sichert Arbeitsplätze in der Region
Simone Pfeiffer, Regionalstelle Hartberg-Fürstenfeld hat gute Gründe für die Nominierung:

Spitzer Engineering ist ein Paradebeispiel für Verantwortung, Kontinuität und Innovationskraft. Seit der Gründung steht das Unternehmen für visionäres Denken und nutzt durch flache Hierarchien das volle Potenzial seiner Mitarbeiter:innen. Aus Vorau heraus gewachsen, beweist Spitzer Engineering, dass Hightech-Arbeitsplätze auch in ländlichen Regionen dauerhaft gesichert werden können. Somit zeichnet sich Spitzer Engineering als qualitativ hochwertiger Arbeitgeberbetrieb in der Region aus, der mit steirischem Know-How weit über die österreichischen Grenzen hinaus überzeugt.

Besonders hervorzuheben ist Simone Spitzer, die ein modernes Vorbild für gelungene Unternehmensnachfolge in der Technologiebranche ist. Mit Empathie und Weitblick führt sie den Familienbetrieb in die nächste Generation, stärkt den Standort Vorau und gibt jungen Talenten wichtige Impulse – sei es durch Workshops, Kooperationen mit HTL-Klassen oder Initiativen wie dem Girls’ Day.

„Simone Spitzer verbindet technologische Exzellenz mit Leadership, etabliert Forschung als Innovationsmotor und prägt eine Unternehmenskultur der Wertschätzung. Damit ist sie nicht nur ein starkes Vorbild für die regionale Wirtschaft, sondern auch ein beeindruckendes Beispiel für erfolgreiche familieninterne Unternehmensnachfolge.“ schildert Simone Pfeiffer, Leiterin der WKO Regionalstelle Hartberg-Fürstenfeld.
Das hat die Nachfolge mir gebracht

  • Größte Veränderung: Anpassung der Abläufe an meine Handschrift, strategischer Fokus auf F&E
  • Erster Erfolg: Stabilität trotz Übergabe, wirksame Strukturänderungen
  • Nächste Challenge: Forschung als Innovationsmotor ausbauen und Spitzer Grafik neu positionieren
Fragen, die in meiner Nachfolge besonders relevant waren Jede Nachfolge ist anders – und doch gibt es Fragen, die helfen, den eigenen Weg klarer zu sehen. Diese haben mich besonders begleitet.

  • Wie gelingt es, Forschergeist und Geschäftsführung miteinander zu verbinden?
  • Welche Strukturen geben dem Team Halt ohne die Nähe zu verlieren?
  • Wie lässt sich Wachstum so gestalten, dass es von allen mitgetragen wird?
  • Welche Rolle spielt Nachwuchsarbeit, damit eine Region langfristig stark bleibt?

Wir waren gern Teil
des Follow me Awards 2025

Die Nominierung bedeutet uns viel – denn sie ist viel mehr als ein Wettbewerb: Sie hat uns gezeigt, dass viele Menschen diesen Weg mit uns feiern.
Wir tragen die Auszeichnung als Nominierte mit Stolz und sehen sie als Ansporn, unseren Betrieb weiter mit Herz, Neugier und Zuversicht zu führen.

Spitzer Engineering

Simone SPITZER und ihre Empfehlung

Ein 3D-Laserscan zeigt uns die Realität, bevor wir planen. Kund:innen sehen sofort dasselbe Bild und gewinnen Sicherheit. Für uns ist es das Werkzeug, das Missverständnisse vermeidet und alle von Anfang an in dieselbe Richtung gehen lässt.

Zeitpunkt der Nachfolge: Februar 2024.


Fotoquelle: Adobe Stock, Spitzer GmbH 2025.
Story powered by Herz, Hirn und ein bisschen künstlicher Intelligenz. Das echte Gespräch dazu führte Birgit Mayer – ohne KI, aber mit einer ordentlichen Portion einfühlsamer Neugier.