05. Lisa Maria SCHNEIDER-MARTH. Blumen Preinsperger. Fürstenfeld

Wo aus Blumen ein Design wird

„Als Nachfolgerin in 4. Generation braucht es schon eine Portion Entschlossenheit, um das nächste Kapitel im Familienbetrieb mit der eigenen Handschrift zu schreiben!“ Lisa Maria Schneider-Marth, Blumen Preinsperger

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Die Geschichte als Floristin begann für Lisa Maria Schneider-Marth 2010 als Ferialjob im Betrieb ihrer Mutter, mit dem sie sich eigentlich nur das Studium finanzieren wollte. „Ich habe dann so wundervolle Rückmeldungen von unseren Kund:innen bekommen, wie gut mein Gespür für Farben sei und wie sehr sie meinen Stil mögen: Das war mir selbst gar nicht bewusst, weil es für mich selbstverständlich ist.“ Und so begann zu wachsen, was den Familienbetrieb bis heute in einem völlig neuen Gewand zeigt. Ursprünglich stand die Produktion von Blumen und der Gartenbau im Mittelpunkt, das sehr ressourcenintensive Pflegen und Hegen, am Ende stand der Verkauf der produzierten Pflanzen.

Heute ist Blumen Preinsperger die erste Adresse für Blumenschmuck und florale Dekoration: Mit dem frischen Wind hat die Meisterfloristik Einzug gehalten und mit viel Erfahrung und vor allem der Liebe zum Detail wird eine duftende Atmosphäre geschaffen für besondere Locations oder ganz einfach für zu Hause.

Welchen Wandel haben Sie in Ihrem Betrieb vorangetrieben?

Lisa Maria Schneider-Marth: „Heute steht das Handwerk der Floristik und die Veredelung von Produkten im Mittelpunkt. Meine Vorgängerinnen arbeiten heute noch im Betrieb mit. Aber unsere Arbeit ist jetzt nicht mehr körperlich schwer und abhängig von einem Riesen-Team, großen Glashäusern und einer Menge an Energie. Die Mengen an Blumen, die wir heute verarbeiten, könnten wir gar nicht mehr selbst produzieren. Allein bei 130 Hochzeiten im Jahr bin ich sehr froh, dass wir uns auf die Feinverarbeitung spezialisiert haben.

Die Frauen in meiner Familie haben immer viel gearbeitet und sind sehr fleißig. Ich habe jetzt darauf geschaut, dass wir sehr effektiv arbeiten: Mir ist wichtig, dass die Energie voll bei unseren Kund:innen ankommt, die wir in die Arbeit stecken. Das merken wir daran, wie verzaubert sie sind beim Abholen oder wenn wir Ausliefern.

Und dieses Strahlen ist doppelt. Auch bei uns selbst entsteht die größte Freude, wenn wir aus vielen einzelnen Pflanzen ein florales Kunstwerk entstehen lassen. Wenn es bei einer Hochzeit einfach „klescht“ am Tisch, dann habe ich alles richtig gemacht! Besonders schön für mich ist aber auch zu beobachten, was unser Fokus bei meiner Mama bewirkt: Wenn wir am Sonntag miteinander Blumen ausliefern, spüren wir beide, wie sehr wir unsere Arbeit lieben!“

Ein Tipp rund um die Betriebsnachfolge
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Welche Trends sehen Sie in der Floristik?
Lisa Maria Schneider-Marth:
„Meine Oma lacht immer wieder, wie der Trend zu Trockenblumen und viel Natürlichkeit sich wiederholt. Flower Hoops, also Trockenblumen kombiniert mit dekorativen Ringen, lassen sich für jede Jahreszeit ganz charakteristisch gestalten und machen jedes Zuhause schöner. Das ist auch etwas, was in den letzten beiden Jahren stark zugenommen hat: Die Menschen haben mehr Lust darauf, ihre Wohnräume schön zu dekorieren. Daran arbeiten wir gerne ein Stück mit.

Ich persönlich mag es ja sehr gerne opulent und üppig *lacht*: Da darf ein Dahlien-Strauß schon Mal aus 15 Stück bestehen und in einer schönen Vase ganz ohne Grün für sich wirken. Farblich steh ich gerade voll auf aubergine und burgund, was ja auch ein Stück in die Richtung der Farbe des Jahres geht. Aber was die ganz persönliche Farbe ist und wie sie sich in Blumen umsetzen lässt: Das ist mir sehr wichtig in der Beratung unserer Kund:innen, und darauf achten wir auch alle gemeinsam im Team.“


Was war der Grund für die Nominierung? Unternehmerische Frauen-Power mit ganz viel Herz
Branchen und Märkte befinden sich im Wandel, und so müssen sich auch Traditionsbetriebe mit der Herausforderung auseinandersetzen, welchen Weg sie in der Zukunft einschlagen. „Blumen Preinsperger hat eine beeindruckende Wandlung vollzogen: Vom ursprünglichen Gartenbau hin zur Meisterfloristik. Das zeugt in 4. Generation von einem respektvollen und vertrauensvollen Umgang miteinander. Lisa zeichnet sich nicht nur durch ihre Kreativität und die Liebe zum Detail, sondern auch durch ihre Entschlossenheit und Bereitschaft, sich Veränderungen zu stellen, aus.“ schildert Simone Pfeiffer, Leiterin der WKO Regionalstelle Hartberg-Fürstenfeld einen Grund für die Nominierung.


Fotoquelle: Die Fotomanufaktur 2022.