03. Sabine KRAINZ & Michaela HENGSTLER. Frequenz verdreifacht durch Shoppen und Schmökern

03. Sabine KRAINZ & Michaela HENGSTLER. Papier-Spiele-Bücher Hütter, 8793 Trofaiach

„Da wir beide viel Erfahrung in großen Handelsketten gesammelt haben, ist es einfach lustig, jetzt selbst über das Sortiment bestimmen zu können.“

Papier-Spiele-Bücher Hütter ist eine Institution, wenn es um Klassiker und um Kunterbuntes geht. Die beiden erfahrenen Nachfolgerinnen wissen genau, wie sie Jung und Alt in ihrem Geschäft bedienen möchten. „In unserem Fachgeschäft haben wir die Zeit, uns um das richtige Sortiment zu kümmern. Denn dazu brauchen wir das Gespräch mit den Kunden. Das war im alten Job in einem Handelsriesen nicht möglich.“ beschreibt Sabine Krainz, warum sie den Schritt in die Selbständigkeit gegangen ist.
Beeindruckende Fakten bestätigen bereits nach einem Jahr, dass die richtigen Entscheidungen getroffen wurden: Die Einführung der Bankomatkasse macht bereits ein Fünftel des Umsatzes aus, die Frequenz ist so deutlich gestiegen, dass keine 15 Minuten ohne einen Kunden vergehen.

Fachgeschäft mit Anregung zum Mehrkauf

Ein Teil des Sortiments hat immer Saison: Die Papierwaren punkten derzeit mit einer bunten Abwechslung zum Schulstart, bei den Spielwaren braucht es in den Stoßzeiten Unterstützung aus der Familie, Krimis und Kinderbücher gehen in der Buchabteilung eigentlich immer, und wenn mal keine Zeit zum Basteln bleibt, dann hält die Dekoabteilung sicherlich das Richtige parat. „Selbstverständlich beraten wir unsere Kunden sehr gerne. Aber gerade junges Publikum möchte beim Shoppen gerne alleine und in Ruhe stöbern – und findet dann erst, was vorher nicht gesucht wurde.“ Der zentrale Standort und der angesehene Name waren sicherlich eine tolle Ausgangsbasis. Deshalb war es Erich Biberich als Innenstadtkoordinator wichtig, den Kontakt zwischen den Übergebern und den Nachfolgerinnen herzustellen.


Den regionalen Bedarf verstehen

Das Bewährte in frischen Farben: So könnte man die geniale Kombination der Vorlieben der beiden Nachfolgerinnen zusammenfassen. Sabine Krainz bringt bunte Angebote in den Schulalltag und sorgt mit flippigen Dekorationen für Abwechslung. Michaela Hengstler ist Profi in der Auswahl der besten Krimis und ist ein leidenschaftlicher Fan von Spielen wie Halma oder Cluedo. „Da wir beide viel Erfahrung in großen Handelsketten gesammelt haben, ist es einfach lustig, jetzt selbst über das Sortiment bestimmen zu können.“ Dabei ist die Anbindung an schnelle Bestellsysteme eine Selbstverständlichkeit, sollte der gewünschte Artikel nicht direkt im Lager sein.

Grund der Nominierung: Potentiale erkennen und richtige Entscheidungen treffen

Dass der attraktive Handel eine Zukunft hat, zeigt dieses erfolgreiche Nachfolgebeispiel. Trotz eines konservativen Geschäftsplans konnten die Umsätze bereits in den ersten zwölf Monaten deutlich gesteigert werden. „Die Stadt Trofaiach setzt auf die Fachgeschäfte, die sowohl für Kunden aus der näheren und weiteren Umgebung wie für Urlauber die Drehscheibe einer lebendigen Innenstadt sind.“ weiß Alexander Sumnitsch, Leiter der WKO Regionalstelle Leoben zu berichten.



Ein Tipp rund um die Betriebsnachfolge

„Obwohl die handelnden Personen sich kannten, war die Kontaktaufnahme durch mich als neutralen Dritten für alle ein guter Weg. Wir konnten sehr schnell eine gute Gesprächsbasis auf Augenhöhe herstellen und sind gleich im ersten Gespräch sehr konkret geworden.“  Erich Biberich, Innenstadtkoordinator der Stadt Trofaiach

Ein wichtiges Thema beim Abschluss einer Betriebsnachfolge ist die Vertragsgestaltung. Hier greifen Nachfolger auf die erfahrene Unterstützung von Notaren zurück. Lesen Sie direkt weiter beim praktischen Tipp der Follow me Experten:
„Welche Vereinbarungen müssen getroffen werden?“
von Dagmar Gruber, Notariatskammer Steiermark
Mit einem Klick zum Experten Tipp

Fotoquelle: Woche/Gaube, Krainz 2019.