Hundert Jahre fester Stand
Was Markus antreibt, klingt bodenständig, wenn er es ausspricht: die Mitarbeiter zu halten und dafür zu sorgen, dass alles harmonisch läuft. Vielleicht schaffen sie hundertfünfzig Jahre, sagt er, und man hört, dass das halb ernst gemeint ist und halb ein leiser Wunsch.
Und bodenständig ist genau das, was jedes Handwerk gerade braucht. Die Glaserbranche ist eine Nische, und wenige junge Leute wissen, wie vielfältig die Arbeit darin ist. Die Aldrians haben immer schon Lehrlinge ausgebildet, im Schnitt alle zwei Jahre einen. So hält man ein Handwerk am Leben.
Was ihn durch die schwierigeren Tage trägt, sind die Rückmeldungen der Kunden. Wenn jemand anruft und sagt, die Mitarbeiter waren super und die Arbeit stimmt, gibt er das gerne weiter ans Team. „Das ist wie Balsam“, sagt Markus. Und der Stolz auf das, was die Familie über vier Generationen aufgebaut hat. „Das geben wir nicht auf. Das zieh ich durch.“
Was 1925 im Keller des Familienhauses begonnen hat, als der Urgroßvater mit einer Kraxn auf dem Rücken Scheiben von Haus zu Haus trug, und nach dem Krieg zum ersten Mal auf ein Moped mit Anhänger wuchs, ist heute ein Meisterbetrieb, der von der Glasstiege bis zur Fassadenverglasung alles anbietet, was einen klaren Blick braucht.