07. Nicolas MATZER. Garten Matzer. Feldbach

Als wäre der Garten schon immer so gewachsen

„Ich messe meine Arbeit daran, ob es nach zwei Jahren so ausschaut, als wäre das schon Jahrzehnte da gewesen.“ 
Seine fundierte Ausbildung absolvierte Nicolas Matzer an der vierjährigen Fachschule für Gartenbau in Langenlois. Wertvolle Praxiserfahrungen sammelte er durch Praktika und Fortbildungen in Niederösterreich, München, Italien und London. Weitere berufliche Stationen in führenden Gartenbaubetrieben Österreichs erweiterten sein Fachwissen. Bereits im Alter von 23 Jahren legte er erfolgreich die Meisterprüfung ab.

Das Unternehmen Garten Matzer umfasst heute ein großes Gartencenter mit 10 Mitarbeitern, das nach wie vor von Nicos Mutter geführt wird, sowie den Garten- und Landschaftsbau mit je nach Saison 10 bis 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Stetig hineingewachsen
Die Regionalstelle Südoststeiermark hat Nicolas MATZER mit seinem Betrieb Garten Matzer für den Follow me Award 2026 nominiert:

„Nicolas Matzer hat den Familienbetrieb mit über 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern übernommen. Die Vorbereitung auf diesen verantwortungsvollen Job dauerte einige Jahre. Er ist Schritt für Schritt hineingewachsen, hat auf Baustellen mitgearbeitet und sie geleitet, bevor er die Führung übernommen hat. Und der Betrieb wächst nun mit ihm weiter“, schildert Thomas Heuberger, Leiter der WKO Regionalstelle Südoststeiermark.

Den Job gut machen
Nicolas’ Herz schlägt seit jeher für die Gestaltung von Gärten. Hier kann er seine Kreativität entfalten und seine Visionen verwirklichen.

„Wenn ich einen Garten für einen Kunden planen und gestalten darf und am Ende die Freude und Zufriedenheit des Kunden sehe, dann weiß ich, dass ich meinen Job gut gemacht habe“, sagt Nicolas Matzer.

Der Weg zum Traumgarten beginnt mit einem persönlichen Gespräch vor Ort beim Kunden. Darauf folgt eine professionelle Planung mit manchmal handgezeichneten oder digitalen Plänen. Danach eine nochmalige Besprechung mit dem Kunden und schließlich die Umsetzung des Projekts. Vom ersten Beratungsgespräch bis zur Übergabe des fertig gestalteten Gartens begleitet Nicolas Matzer seine Kundinnen und Kunden persönlich und steht ihnen mit seiner Erfahrung und seinem Fachwissen zur Seite.
Über viele Wege zum Ziel
Aufgewachsen ist Nicolas – im wahrsten Sinne des Wortes – im Betrieb. Die Eltern haben beide im Unternehmen gearbeitet und Nico wuchs gemeinsam mit seinem Bruder Fabio zwischen den Pflanzen auf. Für Nico war von Anfang an klar, dass auch er in der „grünen Branche“ tätig sein und den Betrieb weiterführen möchte.

Nachdem Nicolas seine Ausbildung an der Gartenbaufachschule absolviert hatte, wollte er aber noch nicht direkt in den eigenen Betrieb einsteigen. Auch auf Rat seines Vaters entschied er sich Erfahrungen in anderen Betrieben zu sammeln und Neues kennenlernen. So folgten Stationen und Praktika in Italien, Deutschland, Österreich und England.
Ein Garten soll entstehen und wachsen
Nicolas hat viel an Erfahrung mitgebracht. Seinen Planungsstil beschreibt er als zeitlos modern, mit natürlichen Einschlägen, aber immer auf die Wünsche des Kunden abgestimmt.

„Schön finde ich es, wenn es nach zwei Jahren aussieht, als sei es schon seit Jahrzehnten so gewachsen.“

Eines seiner großen Vorbilder ist der Gartenarchitekt „Peter Berg“, ein deutscher Gartenarchitekt, der ausschließlich mit natürlichen Materialien arbeitet und Gärten entstehen lässt, die in ihrer Natürlichkeit bemerkenswert sind.

Bei der Pflanzenauswahl ist ihm besonders wichtig, dass diese dem aktuellen Klima angepasst sind.

Mediterrane Pflanzen werden bei uns z.B. immer beliebter, weil sie die Trockenheit und unser mildes Klima gut aushalten.

Vor allem müssen wir aber in Zukunft auf besonders robuste und trockenheitsresistente Pflanzen zurückgreifen – denn der Wandel der Zeit ist eindeutig.

Auch große Schattenbäume werden immer wichtiger – weswegen wir gerade eine neue Stell- und Schaufläche für Solitär- und Alleebäume bauen.
Freude am Beruf: Jeden Tag
Dienstbeginn für die Mitarbeiter in der Gartengestaltung ist um 7 Uhr morgens. Nico ist bereits um 6.30 Uhr im Büro. Dort beginnt gemeinsam mit seinem Vater und der Gartenplanerin die Arbeitseinteilung.

Danach findet die Arbeitsbesprechung mit den Mitarbeitern statt, die Autos werden beladen und es geht ab zu den Baustellen. Vor Ort erfolgt die Arbeitsverteilung, es gibt noch kurze Gespräche mit den Kunden, danach geht es zurück ins Büro oder weiter zu den nächsten Kunden.

22 Menschen arbeiten hier, die auch Familien haben, manche sind schon bei Vater Gerhard in die Lehre gegangen. „Das kann schon oft sehr fordernd sein.“ Gott sei Dank gibt es noch die Unterstützung vom Vater, der sich um die Felder und seine langjährigen Kunden kümmert, und von Mutter Roswitha, die den Verkauf schaukelt. „Meine Mutter ist die gute Seele des Betriebes – auf sie kann ich mich voll und ganz verlassen - sie ist immer da, wenn ich sie brauche!“

Nico bewundert an seinem Vater besonders die Ruhe, die er auch in schwierigen Situationen mitbringt. „Er sagt immer wieder: ‚Wenn wir vor Jahrzehnten schon am Mond waren, werden wir das auch hinkriegen.‘ Seine Ruhe wünsche ich mir auch, aber die kommt schon noch.“

Mittlerweile pflanzen wir bis in den Spätherbst. Danach wird es in den Gärten ruhiger. Wir beschließen die Saison mit einer großen Adventausstellung. Die Winterzeit ist dafür da, sich fortzubilden, Messen zu besuchen, Einkäufe in Holland, Italien und Norddeutschland zu erledigen, neue Ideen zu schmieden, Reparaturen durchzuführen und sich ein bisschen auszuruhen.

Nicolas Matzer: „Ich liebe meinen Beruf, weil er extrem abwechslungsreich ist und ich Menschen mit dem, was ich tue, glücklich machen kann. Das ist der Wunsch und die Freude jedes Gärtners!“

Schlüsselfaktoren

  • Wer weggeht, kommt mit mehr zurück. Niederösterreich, München, Italien, London. Jede dieser Stationen steckt heute in dem, was in Feldbach entsteht.
  • Wer pflanzt, entscheidet über übermorgen. Ein Baum, der heute gesetzt wird, steht in dreißig Jahren in einem anderen Klima. Sortiment und Flächen werden umgebaut, bevor die Kundschaft danach fragt.
  • Übernehmen heißt nicht alles selber machen. Der Vater bleibt bei den Feldern und seinen langjährigen Kunden, die Mutter führt das Gartencenter, der Sohn plant und leitet. So bleiben Erfahrung und Entscheidung im selben Haus.
Nicolas MATZER und seine Empfehlung

Viele glauben, die beste Zeit zur Gartengestaltung ist das Frühjahr. Dabei können Sie bis in den Spätherbst pflanzen. Der Boden ist noch warm, die Wurzeln arbeiten über den Winter, und im Frühjahr steht die Pflanze schon fest.

Fotoquelle: Garten Matzer 2026.
Nachgefragt im Follow me Netzwerk
Bei Garten Matzer entsteht eine neue Stell- und Schaufläche für Solitär- und Alleebäume. So eine Investition fällt mitten in die Übernahme.

"Welche Förderungen können lukriert werden?"
Für die Betriebsübernahme gibt es eine ganze Reihe von „förderbaren“ Themen – also etwa für die klassischen Innovationsthemen, für Maßnahmen im Bereich Umweltschutz und Ökologisierung.

Philipp Kainz, Gründer Center der Steiermärkischen Sparkasse.

FamilienINTERNE Nachfolge

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Diese Geschichte ist im Gespräch entstanden. Zugehört und nachgefragt hat Birgit Mayer. Beim Ordnen und Formulieren hat künstliche Intelligenz mitgearbeitet. Was hier steht, haben die Menschen freigegeben, über die der Text erzählt.