03. Ulla FAHRLEITNER. Maler & Bodenleger Fahrleitner. Eisenerz

Jedem Raum in Eisenerz einen neuen Anstrich

„Mit kleinen und großen Handgriffen kann ich einen wilden Raum zu etwas Schönem umgestalten.“ 
Um viertel nach sieben geht ihr Kind Moritz zum Bus. Dann fährt Ulla Fahrleitner raus in die Firma, wo ihr Vater Werner und ihre Schwester Sandra schon auf sie warten. Groß hergerichtet wird da nichts, sie treffen sich einfach im Büro. Besprochen wird, wer heute wen braucht.
Mit einer Selbstverständlichkeit übernommen, die auffällt
Die Regionalstelle Leoben hat Ulla FAHRLEITNER und ihren Betrieb Maler & Bodenleger Fahrleitner für den Follow me Award 2026 nominiert:

„Wer in Eisenerz einen neuen Boden braucht oder sich eine Wand in einer anderen Farbe wünscht, ruft bei den Fahrleitners an. Ulla Fahrleitner ist im Betrieb ihres Vaters aufgewachsen, hat die Malermeister- und die Bodenleger-Befähigungsprüfung gemacht und führt die Firma Fahrleitner seit dem Sommer 2025. Uns hat gefallen, mit welcher Selbstverständlichkeit sie das macht!“ schildert Alexander Sumnitsch, Leiter der WKO Regionalstelle Leoben.

Am nächsten Morgen ist ausgemacht, wer hinfährt
Wer in Eisenerz eine Wohnung herrichten lässt, hat eine von drei Nummern im Telefon eingespeichert, und braucht nicht zu wissen, welcher der drei Fahrleitners gerade gebraucht wird. Denn das machen sich die drei beim Kaffee in der Früh aus: wer fährt und erledigt, was zu tun ist. Zwei Firmen arbeiten Hand in Hand: PRIMA räumt aus, Ulla Fahrleitner macht Boden und Malerei, und am Ende reinigt PRIMA noch einmal durch. Danach sind die Räume wieder schön.

Manches davon ist eine Wohnung, die neu vergeben wird. Manches ein Wohnzimmer, das in die Jahre gekommen ist. Ulla macht beides gern, und am meisten mag sie das Anschauen danach. Ein Raum, der alt ausgeschaut hat, und was man daraus machen kann. „Farben lenken das Auge und mit gezielten Pinselstrichen an den richtigen Stellen, kann ich einem Raum ein neues Gesicht geben.“
Seit der Schule war klar, dass sie das macht
Angefangen hat ihr Vater 1987, mit Sonnenschutz, und daraus ist ein Betrieb geworden. Ulla Fahrleitner ist als Kind mit ihm auf die Baustellen gefahren und hat ihm beim Bodenlegen geholfen. Das eigene Zimmer war ihre erste Baustelle, da hat sie es noch gar nicht gelernt gehabt. Seit der Hauptschule war klar, dass sie das machen will. Nach der Lehre hat sie gleich den Meister im Maler angehängt, und für den Bodenleger die Befähigungsprüfung. Sie ist in den Betrieb hineingewachsen, und hat die Berufe von Grund auf gelernt.

Was sie kann, sieht man in vielen Kleinigkeiten. Wenn in einem Zimmer ein Kamin steht, malt sie diesen dunkel. Obwohl nur eine kleine Fläche anders ist, schaut der ganze Raum anders aus.
Angerufen wurde sie schon vorher
Umgeschrieben wurde die Firma im Juli 2025. Angerufen haben die Kunden schon lange davor bei ihr. „Das ist ganz schleichend gegangen. Da war die Firma noch nicht umgeschrieben, habe ich meine Aufträge direkt entgegengenommen.“ Was seither anders ist, ist das Einteilen. Früher hat der Vater die Arbeit aufgeteilt und gesagt, wer wohin fährt und was zu tun ist. Das macht sie jetzt selber, weil sie es kann. Der Kaffee in der Früh ist geblieben, und wo sie einander brauchen, reden sie sich zusammen wie eh und je.

Einen Satz von ihm hat sie sich gemerkt. Ein Fehler darf passieren. Beim zweiten Mal vielleicht auch noch. Beim dritten Mal ist es ein Problem. Das war im Betrieb die Linie, weich am Anfang und ganz klar am Ende, und sie hat ihre eigene Konsequenz daraus gezogen: Sie nimmt die Arbeiten an, von denen sie weiß, dass sie sie gut kann.
Sehr froh über das Aufgebaute
Auf die Frage, was die vielen Stammkunden nicht über den Betrieb wissen, kommt sofort eine sehr klare Antwort: „Wie froh ich darüber bin, was mein Vater hier alles aufgebaut hat.“ Es ist schön, dass sie das jetzt weiterführt und sich auf ihn noch immer verlassen kann.
Am liebsten sind ihr die Aufträge, bei denen sie Farbe hereinbringen darf. „Ich male wirklich gerne bunt. Mit farblichen Akzenten sieht jede Wand gleich ganz anders aus.“ Ulla Fahrleitner ist also ein farbenfroher Mensch. Und gibt damit jedem Raum in Eisenerz gerne einen neuen Anstrich.

Schlüsselfaktoren

  • Zusagen, was man halten kann. Wer nur annimmt, was er wirklich gut macht, verspricht weniger und hält mehr. Verlässlichkeit entsteht dort, wo jemand die eigene Grenze kennt.
  • Sich zusammenreden. Zwei Firmen, drei Leute, ein Ort. Es greift alles Hand in Hand, weil man einander kennt und in der Früh miteinander redet. Stärke muss nicht Größe heißen.
  • Ein kleiner Teil verändert den ganzen Raum. Ulla Fahrleitner weiß, wo der eine Handgriff sitzt, der alles andere trägt. Das gilt für Wohnungen und für Betriebe.
Ein Tipp rund um die Betriebsnachfolge
"Welche Vereinbarungen müssen getroffen werden?"

Sorgen Sie unabhängig von Alter und Gesundheit vor, dass das Unternehmen unabhängig von Ihnen fortgeführt werden kann.

Dagmar Gruber, Notarin und Expertin im Follow me Netzwerk.

Maler & Bodenleger Fahrleitner

Ulla FAHRLEITNER und ihre Empfehlung

Sie müssen nicht gleich das ganze Zimmer neu machen. Oft reicht eine einzige Fläche in einer anderen Farbe, bunte Akzente zum Beispiel, und der ganze Raum schaut anders aus.

Fotoquelle: Fahrleitner 2026.
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Diese Geschichte ist im Gespräch entstanden. Zugehört und nachgefragt hat Birgit Mayer. Beim Ordnen und Formulieren hat künstliche Intelligenz mitgearbeitet. Was hier steht, haben die Menschen freigegeben, über die der Text erzählt.

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