Die Liebe zu Kleingeräten geweckt
Angefangen hat er auf Traktoren, die kleinen Geräte haben ihn zuerst überhaupt nicht interessiert. Heute mag er nichts anderes mehr. „Da brauchst du oft bei einem Motor länger beim Reparieren als bei einem Traktor.“ Genau das gefällt ihm daran.
Das reicht bis ins Sortiment hinein. Er führt nur Marken, die er in der eigenen Werkstatt zerlegen und wieder zusammenbauen kann. Fragt jemand nach einem Gerät, das er nur einschicken könnte, sagt er ehrlich, dass er es nicht verkaufen will. „Die Kunden hätten mit dem Einschicken vier Wochen keinen Rasenroboter. Und ich kann nicht beeinflussen, wie die Reparatur gemacht wird.“ Was bei ihm steht, steht meistens am nächsten Tag wieder im Garten.
Werkstatt und Verkaufsraum sind Tür an Tür. Kommt jemand herein, legt er das Werkzeug hin und geht vor. Danach macht er dort weiter, wo er aufgehört hat. Sein Schwager ist einen Tag in der Woche da, den Rest macht er selbst. Wenn wer fragt, ob es bis morgen ginge, macht er sich am Abend noch einmal ans Reparieren. „Die Leute fragen mich immer: Bist du echt ganz allein?“
Was er mit der Wirtschaftskammer für das erste Jahr gerechnet hat, ist deutlich besser aufgegangen als geplant. Neue Kundschaft ist über die Mundpropaganda gekommen, größere Firmen auch. „Das ist schon fein, dass meine Arbeit den Kunden gefällt“, sagt er dazu, mehr braucht es nicht.