01. Alexander BUTTER. Bestattung Butter. Gaishorn am See

Da sein, wenn ein Mensch geht

„Am Ende des Tages weiß ich, dass ich jemandem etwas abnehmen konnte.“ 
Alexander Butter beginnt seinen Arbeitstag wie viele andere auch: mit einem Kaffee. In der Früh trifft er sein Team an der Kaffeemaschine, den Kalender hat er im Kopf. Was ansteht, wird besprochen, ruhig und klar verteilt. Ein Morgen, der aussieht wie in vielen anderen Betrieben. Nur dass hier das Telefon jederzeit läuten kann. Und dann ist etwas Endgültiges passiert.
Tag und Nacht, seit vielen Jahren
Die Regionalstelle Ennstal-Salzkammergut hat Alexander BUTTER und die Bestattung Butter für den Follow me Award 2026 nominiert:

„Wenn in unserer Region ein Mensch geht, ist Bestattung Butter da. Tag und Nacht, seit vielen Jahren. Alexander Butter führt den Betrieb seines Vaters weiter, mit einer Sorgfalt und Menschlichkeit, die man in der Region schätzt.“ schildert Christian Hollinger, Leiter der WKO Regionalstelle Ennstal/Salzkammergut.
Das Normalste auf der Welt
In den Beruf des Bestatters ist Alexander Butter hineingewachsen. Schon mit zwölf hat er seinem Vater beim Kreuztragen geholfen, war bei Aufbahrungen dabei, hat Begräbnisse miterlebt. Und eigentlich hat er schon da gespürt: Das gehört zu mir. Nicht als große Entscheidung. Eher als ein Erkennen.

2015 ist er in den Betrieb eingestiegen und hat an der Seite seines Vaters mitgearbeitet. Nach der Befähigungsprüfung 2024 hat er gemeinsam mit der Sekretärin die Abläufe in der Verwaltung neu aufgestellt. Alexander hat sich Stück für Stück mehr Verantwortung genommen, sein Vater hat sie ihm überlassen. Als Hermann Butter im Mai 2025 überraschend verstarb, war der Betrieb schon in guten Händen bei seinem Sohn. Die beiden hatten so lange miteinander gearbeitet, dass der Übergang wie vorbereitet war.
Dass sich jemand kümmert
Über die Bestattung als Beruf spricht man selten. Und doch sind alle froh, dass es jemanden gibt, der es tut. Für Alexander ist es ganz selbstverständlich: Einer muss es machen.

Was er tut, beginnt dort, wo eine Familie sein Büro betritt. Er setzt sich hin und hört zu. Lässt das Gespräch sich entwickeln, behutsam, nie mit der Brechstange. Was wünscht sich die Familie, wie soll die Verabschiedung aussehen, was ist möglich? Am Land gehen die Leute noch oft zu einem Begräbnis. Sie sehen, was sich stimmig anfühlt, und bringen ihre Vorstellungen mit. Andere brauchen jemanden, der da ist in einer Situation, die sie auf allen Ebenen überfordert.

Die Trauerreden hält sein Team selbst. Jede Aufbahrung gestaltet Alexander individuell, ganz nach den Wünschen der Angehörigen. Wer nach dem Gespräch sein Büro verlässt, soll eines spüren: Hier ist jemand, der sich kümmert. Jede Familie, die kommt, weiß, wie hier gearbeitet wird.

Und er bringt, wenn gewünscht, behutsam eigene Gestaltungsvarianten ein. Dann stellt er zum Beispiel Banner mit einem Waldhintergrund in die Aufbahrungshalle, um etwas hereinzuholen, das nicht nur Dunkel ist, sondern friedlich und beruhigend. Oder er arbeitet gemeinsam mit der Gemeinde an einem Friedwald in der Region. Baumbestattung als neue Möglichkeit, neben dem klassischen Friedhof.
Was gibt einem die tägliche Arbeit mit Trauer und Tod?
Für Alexander ist es das Wissen am Ende eines Tages, dass er jemandem, der gerade eine schwere Zeit durchlebt, etwas abnehmen konnte. Dass er da war.

Schlüsselfaktoren

  • Da sein, wenn es darauf ankommt. Alexander Butter war bereit, als der Betrieb ihn brauchte, weil er jahrelang an der Seite seines Vaters gearbeitet hat. Wenn die nächste Generation schon im Betrieb steht, bevor sie übernehmen muss, besteht der Betrieb auch das Unerwartete.
  • Einer muss es machen. Es gibt Berufe, über die redet man nicht, und doch sind alle froh, dass jemand sie ausübt. Alexander sagt diesen Satz ganz selbstverständlich. Er meint ihn als das, was er ist: eine Haltung, die nicht nach Anerkennung fragt, sondern nach Sorgfalt.
  • Mit der Zeit gehen.Banner mit Waldhintergrund in der Aufbahrungshalle. Jede Verabschiedung individuell gestaltet. Ein Friedwald als neue Möglichkeit in der Region. Das ist keine Revolution. Es ist, was passiert, wenn jemand fragt: Was tut den Menschen gut? Und es dann tut.

Bestattung Butter

Alexander BUTTER und seine Empfehlung

Reden Sie mit Ihren Angehörigen darüber, wie Sie sich die Verabschiedung einmal wünschen. Solang das leicht geht, ist es ein Gespräch am Küchentisch. Wenn es soweit ist, ist es eine große Hilfe.

Fotoquelle: ©Bestattung Butter 2026.
Nachgefragt im Follow me Netzwerk
Zehn Jahre lang hat Hermann Butter seinem Sohn Stück für Stück mehr Verantwortung überlassen. Als es dann schneller ging als geplant, war der Betrieb bereits in guten Händen.

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Dr. Marcella Handl, Notariat Handl.
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Diese Geschichte ist im Gespräch entstanden. Zugehört und nachgefragt hat Birgit Mayer. Beim Ordnen und Formulieren hat künstliche Intelligenz mitgearbeitet. Was hier steht, haben die Menschen freigegeben, über die der Text erzählt.

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