Der Weg – so wurde angepackt
Der Neustart begann mit klarer Aufteilung: Richard kümmerte sich um Strukturen und Zahlen, Christian stand als Gastgeber an der Front. So war von Anfang an spürbar: Hier greifen Management und Leidenschaft ineinander.
Noch vor den ersten Gästen wurde kräftig umgebaut. Küche und Gastraum erhielten ein Update. Parallel dazu machten die beiden mit einer charmanten Geste auf sich aufmerksam: Hundert Gläser mit der Botschaft „Wir haben wieder offen“ wanderten ins LKH gegenüber und sorgten für Gesprächsstoff.
Die Kombination aus sichtbarer Präsenz, modernisierten Räumen und klarem Rollenverständnis führte dazu, dass die Gäste schon in den ersten Wochen sagten: Endlich hat der Schanzlwirt wieder Charakter.
Was hat sich verändert – und warum funktioniert es?
Der Schanzlwirt hat heute einen anderen Pulsschlag. Früher wechselten die Konzepte – jetzt gibt es wieder ein klares Gesicht: Ein traditionelles Wirtshaus, modern geführt. Die Räume sind heller, die Terrasse ist sichtbar geworden, Abläufe sind so organisiert, dass auch Stoßzeiten souverän laufen.
Die Gäste merken den Unterschied auf dem Teller: Das Schnitzel kommt kross und in Portionen, die satt machen. Das Gulasch hat Tiefe, weil es langsam angesetzt wird. Der Schweinsbraten ist ein Stück Sonntag mitten in der Woche. Dazu gesellen sich neue Ideen wie kleine saisonale Überraschungen, die zeigen: Hier wird nicht nur gekocht, hier wird mitgedacht.
Auch die Kommunikation hat sich verändert: Statt stillem Vorbeigehen wird der Schanzlwirt wieder erzählt. Auf Social Media, aber vor allem durch die Gäste selbst. Viele, die lange nicht da waren, kommen zurück – und teilen ihre Geschichten vom Haus. Genau darin liegt der Unterschied: Der Schanzlwirt ist kein Experiment mehr, sondern wieder ein Stück Alltag.