11. Markus ALDRIAN. Glaserei Aldrian. Gratwein-Straßengel

Was einen klaren Blick braucht

„Das geben wir nicht auf. Das zieh ich durch.“ 
Es kommt vor, dass Markus Aldrian bei einem Kunden klingelt und jemand sagt: „Ihr Vater hat bei uns schon die Fenster gemacht.“ Oder: „Der Opa war auch schon da.“ Bei der Glaserei Aldrian in Gratwein werden die Baustellen auf beiden Seiten weitergegeben. Die Familien, denen die Häuser gehören, und die Familie, die sie verglast, kennen einander seit Generationen.
So lebendige ist Handwerkstradition
Die Regionalstelle Graz-Umgebung hat Markus ALDRIAN und die Glaserei Aldrian für den Follow me Award 2026 nominiert:

„Wer in Gratwein eine Glaserei sucht, landet bei der Familie Aldrian, und das seit hundert Jahren. Dass Markus Aldrian nach einer Karriere in der Industrie in den Familienbetrieb zurückgekehrt ist und ihn mit neuen Fähigkeiten weiterführt, zeigt, wie lebendig Handwerkstradition sein kann“, schildert Stefan Helmreich, Leiter der WKO Regionalstelle Graz-Umgebung.

Schau dir zuerst was anderes an
Markus Aldrian ist in der Glaserei aufgewachsen. Als Kind ist er mit dem Vater auf Baustellen mitgefahren, hat seine Ferien dort verbracht. Genau so wie sein älterer Sohn es auch schon macht: Jeden Morgen um halb sechs aufstehen und den ganzen Tag dabei ist, in der Montur.

Markus‘ Vater wollte, dass er seine Ausbildung anderswo macht: Lern was anderes, hat er gesagt. Und wenn du dann wirklich willst, kannst du immer zurückkommen. Der Vater wusste, wovon er sprach. Er hatte selbst beim Opa gelernt. Und musste irgendwann hinaus aus dem eigenen Betrieb. Und schon der Großvater hatte zuerst Spengler gelernt, dann Installateur, bevor er Glaser wurde. In dieser Familie geht seit der Gründung durch den Urgroßvater jede Generation zuerst hinaus. Was sie mitbringt beim Heimkommen, macht den Betrieb jedes Mal ein Stück reicher.

Markus hat Maschinenbautechnik gelernt bei der Andritz AG in Graz. Sechs Jahre Industrie, Großbaustellen, zweihundert Kollegen. Irgendwann war der Weg dort zu Ende, und sein Vater hat gefragt: Kommst du, oder soll ich mich umschauen? „Da hat der Familienstolz gezogen“, sagt Markus. „Dann probieren wir das halt, und ich komm.“
Was einer mitbringt, der von außen kommt
Was er mitgebracht hat, steckt in jedem Auftrag, bei dem Glas und Metall zusammenkommen. Markus ist Maschinenbauer und Glasermeister in einer Person. Er kann Metallbearbeitung anbieten, die eine prächtige Kombination zur Glasarbeit ist. In einer Branche, in der die Gewerke immer stärker ineinanderwachsen, ist das ein Können, das zählt.

Und es steckt im Team. Bei den Aldrians steht gelerntes Fachpersonal auf der Baustelle. Jeder, der kommt, hat sein Handwerk von Grund auf gelernt. Für den Kunden heißt das: Jemand, der weiß, was er tut, wenn er vor einer schwierigen Verglasung steht. Saubere Kanten, Lösungen, die halten. Das Wissen steckt in jeder Fuge.
Hundert Jahre fester Stand
Was Markus antreibt, klingt bodenständig, wenn er es ausspricht: die Mitarbeiter zu halten und dafür zu sorgen, dass alles harmonisch läuft. Vielleicht schaffen sie hundertfünfzig Jahre, sagt er, und man hört, dass das halb ernst gemeint ist und halb ein leiser Wunsch.

Und bodenständig ist genau das, was jedes Handwerk gerade braucht. Die Glaserbranche ist eine Nische, und wenige junge Leute wissen, wie vielfältig die Arbeit darin ist. Die Aldrians haben immer schon Lehrlinge ausgebildet, im Schnitt alle zwei Jahre einen. So hält man ein Handwerk am Leben.

Was ihn durch die schwierigeren Tage trägt, sind die Rückmeldungen der Kunden. Wenn jemand anruft und sagt, die Mitarbeiter waren super und die Arbeit stimmt, gibt er das gerne weiter ans Team. „Das ist wie Balsam“, sagt Markus. Und der Stolz auf das, was die Familie über vier Generationen aufgebaut hat. „Das geben wir nicht auf. Das zieh ich durch.“

Was 1925 im Keller des Familienhauses begonnen hat, als der Urgroßvater mit einer Kraxn auf dem Rücken Scheiben von Haus zu Haus trug, und nach dem Krieg zum ersten Mal auf ein Moped mit Anhänger wuchs, ist heute ein Meisterbetrieb, der von der Glasstiege bis zur Fassadenverglasung alles anbietet, was einen klaren Blick braucht.
Am Vormittag eine Dusche einbauen, am Nachmittag eine Fensterreparatur, dazwischen einen Flügel abholen und ein Bild aufhängen. Wenn das Telefon klingelt, ist irgendwo eine Auslage hin. Kein Tag in der Glaserei Aldrian ist wie der andere. Morgen sieht er wieder anders aus.

Schlüsselfaktoren

  • Erst hinausgehen, dann heimkommen. In der Glaserei Aldrian hat jede Generation zuerst etwas anderes gelernt, bevor sie zum Glas kam. Wer von außen kommt, sieht, was der Betrieb noch braucht, und bringt es mit. Manchmal ist der beste Weg für die Nachfolge ein Weggehen.
  • Fester Stand statt großer Pläne. Markus Aldrians Ziel: die Mitarbeiter halten und dass alles läuft. In einer Branche, die jeden braucht, der bleibt und weitermacht, ist das ein anspruchsvoller Vorsatz.
  • Wer klingelt, kann was. Wenn einer aus dem Aldrian-Team auf die Baustelle kommt, hat er sein Handwerk gelernt. Was Kunden als „gute Arbeit“ erleben, beginnt mit einer Entscheidung: nur Fachleute, keine Kompromisse. Qualität ist eine Haltungsfrage.
Ein Tipp rund um die Betriebsnachfolge
"Worauf ist bei der Finanzierung eines Firmenkaufs zu achten?"

Was die finanzierende Bank wissen muss, unterscheidet sich kaum von dem, was auch der Käufer klarstellen sollte: Was genau zu welchen Konditionen übernommen werden soll und ob die finanzielle Bewertung auch der Realität entspricht.

Philipp Kainz, Gründer Center der Steiermärkischen Sparkasse und Experte im Follow me Netzwerk.

Glaserei Aldrian

Markus ALDRIAN und seine Empfehlung

Wenn eine Scheibe hin ist, rufen Sie gleich an, auch am Wochenende. Dafür haben wir die Glasbruch-Hotline, damit noch am selben Tag jemand bei Ihnen ist.

Glasbruch-Hotline: +43 664 38 160 75

Fotoquelle: Glaserei Aldrian, 2026.
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Diese Geschichte ist im Gespräch entstanden. Zugehört und nachgefragt hat Birgit Mayer. Beim Ordnen und Formulieren hat künstliche Intelligenz mitgearbeitet. Was hier steht, haben die Menschen freigegeben, über die der Text erzählt.

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