Jede Hand an jedem Instrument
Johanna, Andreas und Anna Jamnik übernehmen den Harmonikabau ihres Vaters Hermann gemeinsam. Jede und jeder bringt etwas mit, das die anderen nicht haben. Johanna hält den Betrieb zusammen: Büro und Kundenberatung, Diskantmechanik und Reparaturen, und auf manchen Instrumenten trägt ihre Hand die traditionelle Bauernmalerei auf.
Andreas ist die letzte Instanz: Jedes Instrument geht durch seinen Blick und sein Gehör, bevor es die Werkstatt verlässt. „Mein Spezialgebiet ist die Endfertigung. Ich mache die Stimmeneinstellung und Qualitätskontrolle, bevor jedes Instrument unser Haus verlässt. Ich teste die Harmonikas, indem ich sie spiele und dabei genau auf den Klang achte. Mir ist es wichtig, das jeder Kunde, das beste Instrument bekommt und dieses lang und über Generationen Freude bereitet.“
Und Anna sorgt dafür, dass zwischen den Arbeitsstationen nichts hängenbleibt: Holzwerkstatt, Material, Abläufe, Team. „Im Fluss ist alles, wenn gut kommuniziert wird. Ich kümmere mich darum, dass jeder über Vorhaben, Verbesserung und Ziele Bescheid weiß. Wenn es stockt, fehlt es meist an klarer Struktur und Information, was sich meist sofort über die Kommunikation regeln lässt. Das ist auch wichtig für ein angenehmes, entspanntes Arbeitsklima.“
Die Mannschaft, zwölf Leute insgesamt, besteht aus Menschen, mit denen man auch gern seine Freizeit verbringt. So war es schon bei Vater Hermann, der den Betrieb Anfang der Achtzigerjahre aufgebaut hat, mit seinem Neffen und mit Freunden, die angepackt haben, wenn es etwas gebraucht hat. Zur richtigen Zeit die richtigen Leute einbinden: Das war und bleibt eine Stärke dieses Betriebs.