Dass sich jemand kümmert
Über die Bestattung als Beruf spricht man selten. Und doch sind alle froh, dass es jemanden gibt, der es tut. Für Alexander ist es ganz selbstverständlich: Einer muss es machen.
Was er tut, beginnt dort, wo eine Familie sein Büro betritt. Er setzt sich hin und hört zu. Lässt das Gespräch sich entwickeln, behutsam, nie mit der Brechstange. Was wünscht sich die Familie, wie soll die Verabschiedung aussehen, was ist möglich? Am Land gehen die Leute noch oft zu einem Begräbnis. Sie sehen, was sich stimmig anfühlt, und bringen ihre Vorstellungen mit. Andere brauchen jemanden, der da ist in einer Situation, die sie auf allen Ebenen überfordert.
Die Trauerreden hält sein Team selbst. Jede Aufbahrung gestaltet Alexander individuell, ganz nach den Wünschen der Angehörigen. Wer nach dem Gespräch sein Büro verlässt, soll eines spüren: Hier ist jemand, der sich kümmert. Jede Familie, die kommt, weiß, wie hier gearbeitet wird.
Und er bringt, wenn gewünscht, behutsam eigene Gestaltungsvarianten ein. Dann stellt er zum Beispiel Banner mit einem Waldhintergrund in die Aufbahrungshalle, um etwas hereinzuholen, das nicht nur Dunkel ist, sondern friedlich und beruhigend. Oder er arbeitet gemeinsam mit der Gemeinde an einem Friedwald in der Region. Baumbestattung als neue Möglichkeit, neben dem klassischen Friedhof.