Wie finanziere ich eine Nachfolge?


Dagmar Eigner-Stengg
ist Leiterin des Gründer Center und des Förderservice der Steiermärkischen Sparkasse. Sie ist Lektorin an der Universität Graz zu den Themen Entrepreneurship und Businessplan.

Kontakt
dagmar.eigner-stengg@steiermaerkische.at

Themen
Finanzierung. Gründerförderung. Businessplan.


Antwort 1: Die Ideen sind das Fundament.

Ein bestehender Betrieb bietet viele Vorteile: Es gibt einen Standort, Produkte mit Know-how, einen Kundenstock mit Umsatz. Aber Märkte, Branchen und Kunden-Bedürfnisse ändern sich: Diese Entwicklung muss auch im Unternehmen vollzogen werden. Für Nachfolger gilt es zu analysieren, wie weit diese Anpassung geschehen oder noch notwendig ist.

Antwort 2: Eine solide Planung ermöglicht eine Finanzierung.

Nachfolgende stehen vor der Herausforderung, aus der Planung ihrer Zukunft den Bedarf für eine Finanzierung
abzuleiten. Dabei berücksichtigen sie Preis-Vorstellungen und zukünftige Investitionen. Daraus ergibt sich der Finanzierungs-Bedarf.

Als Finanz-Quellen stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Je weniger Eigenkapital verfügbar ist, umso wichtiger ist das schriftliche Konzept / der Businessplan, um Fremdkapitalgebern nachvollziehbare Argumente zu liefern: Welche Chancen und Risiken sehe ich? Für einige Aspekte der Betriebsnachfolge gibt es gute Fördermöglichkeiten.

„Entwickeln Sie ein intelligentes Konzept, das den Bestand aus der Vergangenheit in eine ertragreiche Zukunft führt, dann finden sich geldgebende Partner.“

Mein Tipp: Checken Sie Ihre Finanzierung in 3 Schritten!

Sicherlich ist das Geld für die Finanzierung der Nachfolge und der geplanten Veränderungen ein fundamentaler Baustein. Ebenso wichtig sind aber die Ideen, die der Zukunft zugrunde gelegt werden.

  1. Was vom Betrieb? Sie müssen wissen, was gleich bleibt, was verändert wird und warum.
  2. Schriftlich festhalten: Um immer den Überblick zu behalten, ist ein schriftlicher Businessplan sehr hilfreich.
    Darin beschreiben Sie die wesentlichen Faktoren des Betriebes für die Zukunft.
  3. Holen Sie andere Meinungen ein. Dabei helfen Kundenstimmen, begleitende Experten und Expertinnen und das eigene Umfeld.